Workday Podcast: Optimierte Mitarbeitererfahrung durch mobile Apps

Um eine positive Erfahrung für Mitarbeiter zu schaffen, müssen sie ihre Arbeit jederzeit und überall erledigen können. Berea Schaffer, Vice President of Mobile von Workday, verrät, wie Unternehmen die Mitarbeiterzufriedenheit durch eine ansprechende und nahtlose Mobile-App-Erfahrung verbessern können.

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Eine positive Mitarbeitererfahrung ist für den Erfolg eines Unternehmens entscheidend. Bei Frontline-Mitarbeitern, die etwa 80 % der Belegschaft ausmachen, kommt es besonders darauf an, dass sich informiert, vernetzt und eingebunden fühlen. Daher ist eine nahtlose und personalisierte mobile Schnittstelle umso wichtiger. 

In dieser Folge des Workday Podcasts spreche ich mit Berea Schaffer, Vice President of Mobile bei Workday, darüber, wie Unternehmen die Mitarbeiterzufriedenheit durch eine ansprechende und nahtlose Mobile-App-Erfahrung verbessern können. 

Es folgen einige – aus Gründen der Verständlichkeit überarbeitete – Auszüge aus diesem Gespräch. Unsere weiteren Podcast-Folgen finden Sie hier. Folgen Sie uns überall dort, wo Sie Ihre Lieblingspodcasts hören, damit Sie keine Folge verpassen.

  • „Weltweit arbeiten 80 % der Arbeitnehmer nicht am Schreibtisch. Das Smartphone eignet sich perfekt, um ihnen die Arbeit zu erleichtern. So können sie überall auf Unternehmensinformationen zugreifen. Mobile Funktionen sind äußerst wichtig, da sie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit bieten, produktiver zu arbeiten, sich zu engagieren und stets informiert zu sein. Heute sind wir in hohem Maße auf mobile Anwendungen angewiesen und der Trend nimmt weiter zu.“

  • „Die Mitarbeitererfahrung ist heute von unschätzbarem Wert. Sie trägt entscheidend dazu bei, Talente zu gewinnen und zu binden. Talente sind derzeit besonders hart umkämpft: Die Mitarbeiter erwarten eine herausragende Erfahrung, die ihren Wertvorstellungen entspricht, nahtlos ist und ihnen hilft, ihre Arbeit effektiv zu erledigen. Und wir bei Workday stehen für die meisten unserer Kunden im Mittelpunkt der Mitarbeitererfahrung.“

  • „Für die Mehrheit der CIOs dreht sich alles um die Frage: ,Wie kann ich dafür sorgen, dass meine Mitarbeiter produktiv und engagiert sind, aber gleichzeitig mein Unternehmen absichern?‘ CIOs müssen sich sehr genau überlegen, welche Richtlinien und Sicherheitsmaßnahmen sie umsetzen. Eine kontinuierliche Weiterbildung ist wichtig, damit die Mitarbeiter wissen, wann sie worauf zugreifen können und welche Verbindungen sicher sind. Viele Arbeitgeber verwenden inzwischen Lösungen für das Mobile Device Management (MDM), mit denen sie die Zugriffsrechte der Mitarbeiter steuern. Natürlich müssen Fragen wie die Verschlüsselung von Daten sowohl im Ruhezustand als auch bei der Übertragung im Rahmen einer Bring-Your-Own-Device-Richtlinie gut durchdacht sein. CIOs müssen all das nahtlos in die Mitarbeitererfahrung einbinden, damit alle gut vernetzt sind.“

Ghadeer Redler: Eine positive Mitarbeitererfahrung ist für den Erfolg eines Unternehmens entscheidend. Bei Frontline-Mitarbeitern, die etwa 80 % der Belegschaft ausmachen, kommt es besonders darauf an, dass sich informiert, vernetzt und eingebunden fühlen. Daher ist eine nahtlose und personalisierte mobile Schnittstelle umso wichtiger. In dieser Folge des Workday Podcasts verrät Berea Schaffer, Vice President of Mobile bei Workday, wie Unternehmen die Mitarbeiterzufriedenheit durch eine ansprechende und nahtlose Mobile-App-Erfahrung verbessern können. Ich bin Ghadeer Redler. Vielen Dank, dass Sie heute bei uns sind, Berea. Bevor wir beginnen: Verraten Sie uns doch etwas über Ihren Werdegang und Ihre derzeitige Rolle bei Workday.

Berea Schaffer: Gerne. Wie Sie bereits sagten, bin ich VP of Mobile hier bei Workday. Unser Team umfasst etwa 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir entwickeln die iOS- und Android-Apps für Workday. Vor meiner Zeit bei Workday habe ich 17 Jahre in der Technologiebranche gearbeitet. Ein großer Teil dieser Erfahrung hat mit mobilen Anwendungen zu tun, zum großen Teil bei B2C-Unternehmen wie Expedia, die Lösungen für Reisende entwickeln. Viel Zeit habe ich bei einem Startup namens Armoire verbracht, bei dem ich immer noch stark involviert bin und das über eine enorme mobile Präsenz verfügt. Ich war auch als Beraterin tätig und habe für Go Daddy und viele andere Unternehmen gearbeitet. Besonders freue ich mich darüber, hier bei Workday Apps zu entwickeln, die weltweit über 60 Millionen Mitarbeitern Tag für Tag helfen, ihre Arbeit besser zu erledigen.

Ghadeer Redler: Großartig. Es freut uns wirklich sehr, dass Sie hier bei uns im Workday-Studio sind. Bevor wir in die mobile Welt eintauchen, lassen Sie uns ein paar Grundlagen klären. Mitarbeitererfahrung ist ein sehr weit gefasster Begriff. Wie definieren Sie Mitarbeitererfahrung und warum ist sie so wichtig?

Berea Schaffer:  Mitarbeitererfahrung ist ein sehr allgemeiner Begriff. Im Grunde geht es darum, ein Umfeld zu schaffen, das die Zufriedenheit und das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fördert. Die Mitarbeitererfahrung umfasst alle Interaktionen zwischen der Belegschaft und dem Unternehmen sowie ihren Arbeitskollegen. Heute ist sie von unschätzbarem Wert. Sie trägt entscheidend dazu bei, Talente zu gewinnen und sie zu binden. Und natürlich sind Talente derzeit besonders stark umworben: Die Mitarbeiter erwarten eine herausragende Mitarbeitererfahrung, die ihren Wertvorstellungen entspricht, nahtlos ist und ihnen hilft, ihre Arbeit effektiv zu erledigen. Und bei Workday sind wir da in einer wirklich einzigartigen Position. Für die meisten unserer Kunden stehen wir im Mittelpunkt der Mitarbeitererfahrung. Wir haben alle Informationen über ihre Mitarbeiter. Wir haben alle Informationen über das Unternehmen und seine Anforderungen. Wir sind die Schnittstelle für viele Mitarbeiter und Manager, um ihre täglichen Aufgaben zu erledigen – eine Fülle von Aufgaben, die sie für ihr Unternehmen übernehmen.

Berea Schaffer: Wenn wir also darüber nachdenken, was wir verbessern können, sehen wir die Möglichkeit, die Produktivität der Mitarbeiter zu steigern, indem wir ihre digitalen Anwendererfahrungen effizient und nahtlos gestalten. Auch wenn es um die berufliche Weiterentwicklung von Mitarbeitern geht, sind wir der zentrale Ansprechpartner. Natürlich möchten alle Mitarbeiter in ihrem Beruf vorankommen. Der Trend geht zu einem kompetenzbasierten Karriere-Framework. Damit können wir genau verstehen, in welchen Bereichen die Mitarbeiter sich weiterentwickeln wollen und welche Möglichkeiten sie haben. So können wir ihnen geeignete Lern- und Ausbildungsmöglichkeiten aufzeigen. Schließlich können wir dazu beitragen, dass sich Mitarbeiter sowohl mit ihren Unternehmen als auch mit ihren Kollegen enger verbunden zu fühlen. Das geschieht beispielsweise, indem sie über das Geschehen in ihren Unternehmen auf dem Laufenden gehalten werden und durch Gespräche, die sie mit ihren Kollegen und Vorgesetzten führen. Mit anderen Produkten wie Peakon helfen wir Unternehmen tatsächlich dabei, Mitarbeiterfeedback in Echtzeit zu erfassen und schneller darauf einzugehen, als es ihnen sonst möglich wäre.

Ghadeer Redler: Sprechen wir über die Rolle, die mobile Anwendungen für die Mitarbeitererfahrung spielt. Können Sie uns dazu etwas erzählen?

Berea Schaffer: Wenn wir an mobile Anwendungen in der Mitarbeitererfahrung denken, meinen wir damit im Wesentlichen, dass wir ununterbrochen auf unseren Mobilgeräten erreichbar sind. Wir sind daran gewöhnt, von überall aus auf Personen und auf Daten zugreifen zu können. Dieser neue Komfort durch mobile Apps in unserem Alltag wird nun auch im Berufsleben vorausgesetzt. Wenn wir also eine optimale Mitarbeitererfahrung schaffen möchten, so bieten uns mobile Anwendungen die Möglichkeit, die Belegschaft in ihrem normalen Workflow zu unterstützen. Sie steigern die Produktivität und binden sie wie gewohnt in die Abläufe ein. In den meisten Unternehmen nutzen die Mitarbeiter bereits ihre Mobiltelefone. Und die Mehrheit glaubt, ohne sie nicht mehr effektiv arbeiten zu können.

Berea Schaffer: Bei Workday beschäftigen wir uns mit der Frage, wie wir unseren Mitarbeitern eine wirklich einzigartige Erfahrung auf unseren Mobiltelefonen bieten können, damit sie jederzeit gut informiert sind. Wir können ihnen aber auch die Möglichkeit geben, die Spesenabrechnung auf dem Weg zur Arbeit zu genehmigen, oder sich nahtlos ohne Zugang zu einem Computer ein- und auszuloggen. Wenn wir uns die aktuelle Arbeitsweise der Mitarbeiter ansehen, fallen uns einige Besonderheiten auf. Zunächst einmal arbeiten weltweit 80 % der Mitarbeiter nicht am Schreibtisch. Sie sitzen nicht den ganzen Tag im Büro. Und sie haben auch keinen Laptop vor sich. Daher ist das Mobiltelefon der beste Ort, um diese Aufgaben zu erledigen. Hinzu kommt, dass Mitarbeiter bedingt durch die Pandemie zunehmend verstreut sind. Wenn Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten, benötigen sie natürlich auch Zugang zu den Geschäftsvorgängen. Sie sitzen ja nicht den ganzen Tag im Büro. Das Fazit ist also, dass mobile Apps unglaublich wichtig sind. Sie helfen den Mitarbeitern, produktiver zu arbeiten und sich genauso eingebunden zu fühlen wie vor Ort. Wir verlassen uns immer mehr auf mobile Anwendungen – und der Trend nimmt weiter zu.

Ghadeer Redler: Ja. Das sind überzeugende Argumente. Einen Punkt möchte ich aufgreifen:

Es klingt so, als würden die Mitarbeiter auch am Arbeitsplatz eine verbraucherähnliche Erfahrung erwarten. Vor welchen Herausforderungen stehen Unternehmen bei der Interaktion mit ihren Mitarbeitern über mobile Anwendungen?

Berea Schaffer:  Ich würde hier zwischen zwei Aspekten unterscheiden. Erstens sind da die Herausforderungen für die Mitarbeiter. Unsere Studien haben mehrere Faktoren aufgezeigt. Einer davon ist natürlich die Möglichkeit, Berufliches und Privates zu trennen. Dann stellt sich die Frage, ob ich mein privates Gerät für berufliche Zwecke nutzen möchte. Viele Arbeitgeber müssen diese Geräte dann absichern, um zu verhindern, dass kritische Informationen nach außen gelangen. Und die Mitarbeiter betrachten ihre Mobilgeräte natürlich auch als ihr Eigentum. Diese Fragen müssen geklärt werden. Außerdem fragen sich viele, ob sie wirklich immer erreichbar sein möchten. Ein weiterer Punkt ist die Kostenfrage. Wenn Sie Benachrichtigungen verschicken oder Mitarbeiter berufsbedingt große Datenmengen auf ihren Smartphones verbrauchen, wirkt sich das auf ihre Datentarife aus. Dieser Aspekt ist daher ebenfalls zu berücksichtigen. Vor kurzem ist eine weitere interessante Frage aufgetaucht. Mitarbeiter, die nicht am Schreibtisch arbeiten, haben zwar ihre Smartphones bei sich und sie ermöglichen ihnen die gewohnte Arbeitsabläufe. Allerdings ist es noch immer mit einem Stigma behaftet, sein eigenes Mobiltelefon am Arbeitsplatz hervorzuholen oder es vor Kunden zu benutzen. Oft wird es von anderen gar nicht als Arbeitswerkzeug wahrgenommen. Sie denken vielmehr, Sie surfen im Internet oder sind in ihren Social-Media-Kanälen unterwegs. Oft hören wir von Mitarbeitern, dass der Eindruck entsteht, sie würden auf ihren Geräten ihren Privatangelegenheiten nachgehen, während sie in Wirklichkeit arbeiten. All das sind Fragen, die die Angestellten beschäftigen.

Berea Schaffer: Auf Seite der Arbeitgeber, die ja unsere Kunden sind, gibt es viele Aspekte zu berücksichtigen. Der erste und wichtigste Punkt ist die Sicherheit. Sowohl bei privaten Mobilgeräten, auch bei solchen, die Mitarbeiter von ihren Arbeitgebern erhalten, stellt sich immer die Frage, ob die Informationen und Daten auch sicher sind. Wir könnten ein ganzes Interview zum Thema Sicherheit [lacht] von Geräten und Bring-Your-Own-Device-Richtlinien und deren Vor- und Nachteile führen. Aber ich denke, dass es zunehmend beliebter wird, Smartphones bei der Arbeit zu nutzen. Die Arbeitgeber erkennen zunehmend, dass die Mitarbeiter dadurch produktiver sind, und so wird sich dieser Trend durchsetzen. Ein weiterer Aspekt sind die Herausforderungen für Arbeitgeber. Unsere Studien haben dazu einige interessant Punkte ans Licht gebracht. An erster Stelle – und das gilt für alle CIOs – steht natürlich das Thema Sicherheit. Wie also kann ich gewährleisten, dass die unternehmensinternen Informationen, auf die die Arbeitnehmer über ihre Mobilgeräte zugreifen, sicher sind, und wie schützen wir uns vor Sicherheitsverletzungen? Das ist ein sehr wichtiges Thema und wir könnten ein ganzes Interview zu Bring-your-own-device-Richtlinien und Best Practices führen. Doch das würde jetzt den Rahmen sprengen.

Ghadeer Redler: Vielleicht wird es dazu einen weiteren Workday-Podcast geben.

Berea Schaffer:  Ja, gerne! Der zweite wirklich interessante Gesichtspunkt sind die nach Stundensatz bezahlten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese werden für die Zeit bezahlt, in der sie arbeiten. Doch was geschieht, wenn sie außerhalb der Arbeitszeit ihr Smartphone verwenden? Muss ich sie für diese Zeit vergüten? Viele unserer Kunden mit nach Stundensatz bezahlten Mitarbeitern sehen darin ein großes Problem, das sie immer wieder ansprechen. Das ist also ein weiterer Aspekt, den Arbeitgeber mit ihren Mitarbeitern klären müssen, um festzulegen, wie sie diese Zeit bezahlen.

Ghadeer Redler: Sehen wir uns das einmal etwas genauer an. Welche Best Practices sollten IT-Führungskräfte bei der Implementierung einer mobilen Anwendung an ihrem Arbeitsplatz berücksichtigen?

Berea Schaffer:  Ein sehr wichtiger Punkt. Wir haben das Thema Sicherheit ja bereits kurz angesprochen. Für die meisten CIOs dreht sich wirklich alles um die Frage: ,Wie kann ich dafür sorgen, dass meine Mitarbeiter produktiv und eingebunden sind, aber gleichzeitig mein Unternehmen sicher ist?‘ CIOs sollten sich daher sehr genau überlegen, welche Richtlinien und Sicherheitsmaßnahmen sie umsetzen. Es geht also darum, die Mitarbeiter kontinuierlich für das Thema Sicherheit zu sensibilisieren. Sie müssen wissen, wann sie auf welche Inhalte zugreifen können, welche Netzwerke sicher sind und mit welchen Portalen sie sich sicher verbinden können. Diese Richtlinien müssen erstellt werden. Wir kennen diese Art von Vorgaben bereits für die Nutzung von Laptops. Dasselbe gilt für Smartphones, die sie am Arbeitsplatz nutzen. Außerdem verwenden viele Arbeitgeber inzwischen Lösungen für das Mobile Device Managment, um die Zugriffsrechte der Mitarbeiter auf ihren Geräten zu steuern, etwa, was sie herunterladen und worauf sie zugreifen dürfen. Es gibt aber auch noch andere Möglichkeiten. Natürlich müssen auch Fragen wie die Verschlüsselung von Daten sowohl im Ruhezustand als auch bei der Übertragung im Rahmen einer Bring-Your-Own-Device-Richtlinie gut durchdacht sein. Ein weiterer Punkt ist die Mitarbeitererfahrung. Sie möchten dafür sorgen, dass alles nahtlos funktioniert und vernetzt ist. Wenn Arbeitnehmer also eine Spesenabrechnung von Ihrem mobilen Gerät aus ausfüllen und dann zu einem anderen Gerät wechseln, wie gewährleisten Sie, dass alles miteinander vernetzt ist und sie dort weitermachen können, wo sie aufgehört haben? Es geht also darum, eine völlig nahtlose digitale Erfahrung zu schaffen, unabhängig davon, welches Gerät Sie gerade verwenden. Und das ist großartig für Workday, da wir ein Anbieter von Cloud-Unternehmenssoftware sind.

Berea Schaffer: Nicht zuletzt müssen wir über die gesamte Mitarbeitererfahrung nachdenken und darüber, wie wir mobile Geräte so einsetzen, dass die Mitarbeiter ihre täglichen Aufgaben produktiver erledigen. Es gibt einfach so viele Möglichkeiten, die diese Geräte dank Kameras und Geolokalisierung bieten. Und es gibt eine Fülle von einzigartigen Funktionen, die in mobile Anwendungen integriert werden können und ihre Geschäftsabläufe effizienter gestalten.

Ghadeer Redler: Ja. Das ist alles sehr interessant. Sprechen wir doch mal über die Zukunft mobiler Anwendungen. Wenn Sie einen Blick in die Glaskugel werfen, wie wird sich die mobile Anwendererfahrung Ihrer Meinung nach in den nächsten fünf Jahren entwickeln? Und könnten Sie auch kurz darlegen, wie Workday seine mobilen Erfahrungen verbessert?

Berea Schaffer: Natürlich. Wenn wir über die mobile Anwendererfahrung nachdenken, sollten wir sie von zwei verschiedenen Blickwinkeln aus betrachten. Einerseits kann die mobile Erfahrung Mitarbeitern helfen, produktiver zu werden. Auch hier geht es darum, sie in ihrem normalen Arbeitsablauf zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass sie die benötigten Informationen abrufen und anfallende Aufgaben von ihrem jeweiligen Arbeitsplatz aus erledigen können.

Andererseits geht es um die Frage, wie sich das Mitarbeiter-Engagement steigern lässt.

Unsere Smartphones sind da der natürliche Ansatzpunkt. Erstens haben wir sie überall dabei. Zweitens können wir Push-Benachrichtigungen oder andere Funktionen nutzen, um die Menschen direkt anzusprechen und einzubinden. Wenn wir unsere mobile Anwendererfahrung verbessern möchten, müssen wir herausfinden, wie wir Produktivität und Engagement mit den mobilen Anwendungen am Arbeitsplatz steigern können. Wir investieren z. B. viel Zeit und Energie in die Frage, welche Aufgaben die Mitarbeiter am häufigsten mit ihren Smartphones erledigen und wie wir diese Aufgaben wirklich nahtlos und unkompliziert gestalten können. Nehmen wir noch einmal das Beispiel von der Spesenabrechnung. Wie können wir eine derzeit recht mühsame Aufgabe verbessern, indem wir native Funktionen wie die Kamera in den Vorgang einbinden, einen reibungslosen Upload ermöglichen – also insgesamt dafür sorgen, dass die Spesenabrechnung so einfach wie möglich eingereicht werden kann? Diese Herangehensweise übertragen wir auf viele der wichtigsten Aufgaben, die Mitarbeiter auf ihren mobilen Geräten erledigen.

Berea Schaffer: Beim zweiten Aspekt, dem Mitarbeiter-Engagement, können wir eine ganze Reihe von Maßnahmen ergreifen. Zunächst stellen wir fest, dass sich viele Mitarbeiter auf ihren mobilen Geräten weiterbilden, was wirklich großartig ist. Dieser Trend hat mich schon etwas überrascht. Denken Sie z. B. an die Karriereplanung, die Suche nach einer neuen Herausforderung ... vieles davon geschieht heute bereits auf dem Smartphone. Also denken wir darüber nach, wie wir die berufliche Weiterentwicklung fördern können, indem wir die Stellensuche optimieren – sowohl intern, z. B. über unser Karriere-Hub, oder vielleicht auch extern bei anderen Unternehmen. Wie können wir daraus eine wirklich nahtlose, einfache, aber auch ansprechende Erfahrung machen? Wie können wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern helfen, zu verstehen, was sie in ihrer Karriere erreichen, welche Skills und Kompetenzen sie erwerben und wie sie sich weiterentwickeln möchten? Wie können wir diese Interaktionen attraktiv und angenehm gestalten? Und wie können wir ihnen neue Chancen aufzeigen und sagen: „Hey, das könnte Sie interessieren“ oder: „Diese Fortbildung ist gerade verfügbar. Vielleicht wäre das etwas für Sie?“ Da gibt es einige Möglichkeiten, wie wir den Karrierepfad und die Lernerfahrung auf dem Mobilgerät optimieren können.

Berea Schaffer: Und wir denken viel darüber nach, wie wir Beziehungen stärken und ein Gefühl der Zugehörigkeit schaffen. Wir hören immer häufiger, dass die Mitarbeiter das Gefühl haben, an ihrem Arbeitsplatz nicht ausreichend informiert zu werden, vor allem, weil die Kollegen immer weiter verstreut arbeiten. Doch sie haben ja ihr Smartphone ständig bei sich. Wenn sie also Informationen benötigen, liegt es nahe, diese dorthin zu schicken. Wir überlegen, wie wir Unternehmen helfen können, die Mitarbeiter mit den wirklich benötigten Informationen zu versorgen, sodass sie jederzeit informiert sind. Doch wir denken auch an die Verbindungen zwischen den Mitarbeitern und ihren Kollegen. Ein großer Kommunikationsbedarf besteht vor allem bei Themen wie Zeitplänen oder Schichttausch. Wie können wir diese Aufgaben auf natürliche Weise in die App integrieren – wir sind ja bereits daran gewöhnt, diese Angelegenheiten mit dem Mobiltelefon zu regeln – und den Mitarbeitern dabei helfen, Beziehungen zu pflegen und ein Zugehörigkeitsgefühl zu ihrem Arbeitsumfeld aufzubauen?

Ghadeer Redler: Da wird eine spannende neue Technologie auf uns zukommen. Was reizt Sie persönlich an den neuen Technologien, die auf dem Vormarsch sind? Worauf freuen Sie sich am meisten, wenn es um mobile Anwendungen geht?

Berea Schaffer:  Es gibt zwei Entwicklungen, die mich besonders begeistern. Erstens geht es um Augmented Reality auf unseren Geräten und die Frage, wie wir Weiterbildung und Learning grundlegend verändern und noch immersiver gestalten können, als das derzeit der Fall ist. Dazu fallen mir einige Beispiele ein. Nehmen wir einmal an, Sie arbeiten im Einzelhandel und können eine AR-basierte Schulung nutzen, um zu sehen, wie Sie ein Produkt-Display aufbauen. Das ist schon beeindruckend. Eine tolle Sache. Eine weitere Einsatzmöglichkeit sind Fertigungsschulungen, die Sie auf Ihrem Gerät anzeigen und sehen können, wie ein Bauteil repariert wird. Hier bieten sich viele spannende Möglichkeiten. Augmented Reality kommt zum Teil bereits heute am Arbeitsplatz zum Einsatz.

Berea Schaffer: Der andere Punkt, der meiner Meinung nach für Workday und Mitarbeiter, die nicht nur am Schreibtisch arbeiten, sehr interessant ist, sind die vielfältigen Einsatzbereiche von Push-Benachrichtigungen. Ein Beispiel: Ich werde nach Stunden bezahlt und muss mich jedes Mal einloggen, wenn ich meine Arbeit beginne. Wenn ich das Unternehmen betrete, werde ich entweder automatisch eingecheckt oder ich bekomme eine Push-Benachrichtigung mit dem Text: „Offenbar sind Sie jetzt am Arbeitsplatz. Möchten Sie sich einloggen?“ Möglichkeiten wie diese finde ich sehr spannend. Und wir beschäftigen uns auch mit Widgets, die sich inzwischen großer Beliebtheit erfreuen. Sie befinden sich auf dem Startbildschirm Ihres Smartphones. Sie müssen sich nicht einmal anmelden. Vielleicht können Sie dort Ihren Terminkalender einsehen. Hier bietet sich eine Fülle erstaunlicher Möglichkeiten und ich bin schon sehr gespannt darauf, wie wir den Alltag der Mitarbeiter angenehmer und einfacher machen können.

Ghadeer Redler: Ja. Ich bin auch ein großer Fan meiner Widgets auf dem Startbildschirm. Ich bin schon sehr gespannt, wie sich diese Entwicklung im Geschäftsumfeld auswirkt. Berea, vielen Dank, dass Sie heute bei uns waren. Es war ein sehr interessantes Gespräch und ich freue mich, dass Sie am Workday-Podcast teilgenommen haben. Wenn Sie weitere Folgen hören möchten, abonnieren Sie doch unseren Podcast.

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