Aufbau einer IT-Organisation, die für Wandel gewappnet ist

Was braucht eine IT-Organisation, um in den kommenden Jahren weiterhin innovativ zu sein? Sheri Rhodes, CIO von Workday, erläutert die vier Eigenschaften, die alle Technologie-Führungskräfte in ihren Teams etablieren sollten.

Sheri Rhodes März 11, 2020
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Seit ich im letzten Frühjahr CIO von Workday geworden bin, denke ich viel darüber nach, wie unsere IT-Organisation im kommenden Jahrzehnt weiterhin innovativ sein kann. Eine große Frage, die ich mir stelle, lautet: Welche Kompetenzen brauchen wir, in der nahen Zukunft und darüber hinaus? 

Obwohl wir in einem Zeitalter der Spezialisierung leben, müssen die Kompetenzen, die von Mitarbeitern in einer IT-Organisation verlangt werden, noch breiter werden. IT kann heutzutage viele Ebenen haben, darunter Infrastructure as Code, Security by Design und der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI), Machine Learning und Personalisierung – um nur ein paar Beispiele zu nennen. „Systems of Engagement“ verschmelzen mit „Systems of Record“. Alles, was wir tun, wird zunehmend digital, und es gibt häufig wechselseitige Abhängigkeiten. 

Durch diese vielen Veränderungen verändert sich auch der ideale Mix aus Kompetenzen und Kenntnissen, der in einer erfolgreichen IT-Organisation benötigt wird. Schauen wir sie uns einmal einzeln an.

Das „Wie“ zählt Die Schaffung einer starken Kultur und die Betonung der Wichtigkeit einer positiven Zusammenarbeit sind genauso wichtig wie die nötigen Hard Skills und Soft Skills für unsere eigentliche Arbeit. Mitarbeiter einzustellen und zu halten, die starke Kompetenzen rund um Kommunikation und Zusammenarbeit haben, sowohl analog (im persönlichen Gespräch) als auch digital, ist besonders wichtig, da die Digital Natives der Generation Z in den Arbeitsmarkt eintreten. Es ist unerlässlich, dass alle Generationen auf eine Art miteinander kommunizieren können, bei der sich alle Beteiligten wohlfühlen.

Zwar bringt jeder Mitarbeiter wichtige Kompetenzen und eigene Verhaltensweisen mit, aber wir müssen ständig in unser wichtigstes Asset investieren: Menschen. Laufende Weiterbildung – nicht nur in dem, was wir tun, sondern darin, wie wir es auf konstruktive, positive Art tun können – wird nicht so bald außer Mode kommen. 

Digitale Gewandtheit. Als IT-Führungskräfte müssen wir immer bestrebt sein, Teams mit einem Kompetenz-Mix aufzubauen, der tiefe Einblicke in die sich ständig verändernde Technologielandschaft widerspiegelt. IT-Führungskräfte sollten Dinge wie Sicherheit oder KI nicht als Nachrüstungen betrachten. Beides sollte sich durch die gesamte Unternehmensarchitektur ziehen (und hier bei Workday sind Sicherheit und KI/Machine Learning grundlegende Bausteine unserer Lösungen). Ihre Mitarbeiter, Kunden und Partner, die mit Ihren Systemen interagieren, wünschen sich den gleichen einfachen Ansatz, den sie von Verbrauchertechnologien kennen. Deswegen wird es wichtiger als je zuvor, dass unsere Teammitglieder möglichst genau verstehen, wie die Architektur innerhalb relevanter Lösungen bewertet wird, und die nötigen Engineering-Kenntnisse besitzen, um Technologien wie KI und Sicherheit von Anfang an in das Design einzubeziehen.

Daten im Kontext. Zu verstehen, wo Daten innerhalb eines Unternehmens angesiedelt sind – wie sie genutzt werden, wer sie nutzt, wann sie genutzt werden, die Liste ließe sich fortsetzen –, ist zu einer grundlegenden Notwendigkeit geworden. Das IT-Team muss in der Lage sein, kontinuierlich ein grundlegendes Mapping und Tracking sowie den Schutz jedes Datenelements zu gewährleisten, das Kontext für einen Anwender, eine Interaktion oder eine Reihe von Ereignissen liefert. Die Fragen, wie Unternehmen auf diese Daten zugreifen sollen und wie sie sie nutzen dürfen, um Mehrwert für Kunden zu schaffen, stellen zusätzliche Ebenen von Komplexität dar – Komplexität, die das IT-Team verstehen und managen können muss. Deshalb muss die IT verstehen, wie sie Kontext immer dann in die Transaktion integrieren kann, wenn er hilfreich ist, aber ihn meidet, wenn er nur Verwirrung stiften würde.

Proaktives Handeln. Die Technologieentwicklung schreitet in Nanosekunden voran, daher ist es wichtig, zwar nicht auf jeden neuen Trend zu reagieren, aber immer nach Trends und Technologien Ausschau zu halten, die einen Wettbewerbsvorteil versprechen könnten. Als IT-Teams wollen wir immer den Fortschritt demonstrieren, indem wir etwas Vorhandenes weiter optimieren oder etwas Neues implementieren. Schnelles Handeln hilft uns, bei unseren internen Stakeholdern an Glaubwürdigkeit zu gewinnen, denn es zeigt, dass wir verstehen, dass  wir als Unternehmen ebenfalls mit sich ständig verändernden Kundenanforderungen umgehen müssen. 

Nichts davon ist das letzte Wort oder die ganze Wahrheit – ich bin sicher, dass ich auch weiterhin von anderen IT-Führungskräften und von allen meinen Kollegen lernen werde. Erst einmal freue ich mich darauf, meine Zeit hier bei Workday mit dem Aufbau einer IT-Organisation zu verbringen, die für das Unternehmen stets innovativ ist, damit das Unternehmen unseren Kunden erstklassige Lösungen und Technologien bieten kann.

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