Das heißt: Ein erheblicher Teil der von KI versprochenen Zeitersparnis verpufft im Prüfen, Korrigieren und Zweifeln.
Und genau hier liegt die oft übersehene Chance. Wenn Führungskräfte Produktivität, Verantwortung und das Zusammenspiel von Mensch und Maschine neu denken, wird Prüfzeit zu Innovationszeit.
Genau an diesem Punkt wird Effizienz zu Wachstum. Und KI beginnt, echten ROI zu liefern. Nicht nur schneller gesetzte Häkchen auf Aufgabenlisten.
Die KI-fähige Belegschaft befähigen
Wie Angelique De Vries, President EMEA bei Workday, betont:
„Produktivität allein sichert keinen Wohlstand.“
Um echten ROI zu erzielen, müssen wir uns von der Vorstellung verabschieden, Technologie löse Produktivitätsprobleme von selbst. Das ist kein Softwareproblem. Es ist ein Menschen- und Betriebsmodellproblem.
Aashna Kircher rät deshalb, den Fokus auf den geschaffenen Wert zu legen. Nicht nur auf eingesparte Stunden. Denn:
„Die entscheidende Frage ist nicht, was KI kann, sondern wer Menschen in einer KI-geprägten Welt werden sollen.“
Und genau hier setzen die Daten von Workday an. Sie zeigen klar, wo Führungskräfte ansetzen müssen:
1. Rollen aktualisieren
In 89 Prozent der Organisationen wurden weniger als die Hälfte der Rollen an KI-Fähigkeiten angepasst. Mitarbeitende werden also weiterhin geführt, als hätte sich Arbeit nicht grundlegend verändert.
Die Chance liegt im Übergang von starren Strukturen zu Organisationen, die auf Zusammenarbeit und Verbindung setzen. KI übernimmt Routinetätigkeiten. Menschen konzentrieren sich auf das, was zählt: Mehrwert für Kundinnen und Kunden.
2. Die Qualifikationslücke schließen
Während 39 Prozent der Führungskräfte ihre Technologieausgaben erhöht haben, steigerten nur 30 Prozent ihre Investitionen in die Entwicklung der Belegschaft.
Echter ROI entsteht dort, wo Technologie- und People-Strategie gemeinsam voranschreiten.
3. KI-Vorreiter stärken
Beschäftigte im Alter von 25 bis 34 Jahren sind die aktivsten KI-Nutzenden. Gleichzeitig tragen sie 46 Prozent der Nacharbeitslast.
Mit klaren Leitplanken, aktualisierten Rollen und gezielter Weiterbildung kann genau diese Nacharbeit in Kreativität, Innovation und Führungskraft umschlagen.
Die Davos-Direktive: Arbeit neu gestalten – für mehr Verbindung
Im Zeitalter der KI wird Führung zum entscheidenden menschlichen Vorteil.
KI kann Zeitpläne optimieren.
KI kann Daten zusammenfassen.
KI kann sogar nächste Schritte vorschlagen.
Aber sie kann kein Vertrauen aufbauen.
Sie kann keine Konflikte lösen.
Und sie kann nicht die gemeinsame Überzeugung schaffen, die Teams wirklich zusammenbringt.
Genau darin liegt das eigentliche Paradoxon der KI. Je mehr wir Routinetätigkeiten automatisieren, desto stärker sind wir auf menschliche Verbindung, Urteilsvermögen und Zusammenarbeit angewiesen.
Wenn sich Führungskräfte beim World Economic Forum in Davos unter dem Leitmotiv „Spirit of Dialogue“ versammeln, wird die Chance klar sichtbar. KI kann helfen, das Grundrauschen zu reduzieren – damit Menschen das tun können, was nur Menschen können: denken, gestalten, verbinden, gemeinsam handeln und entscheiden, was wirklich zählt.
Die Gewinner im KI-Zeitalter werden nicht die Unternehmen mit den meisten Algorithmen sein.
Sondern jene, die KI nutzen, um das menschliche Potenzial am konsequentesten freizusetzen.
Dieser Artikel kratzt nur an der Oberfläche. Der vollständige Beyond-Productivity-Report zeigt detailliert, wo KI tatsächlich Wert schafft – und wo sie ihn unbemerkt zerstört. Aufgeschlüsselt nach:
Wer wissen will, wo im eigenen Unternehmen heute ROI liegen bleibt, findet hier die entscheidende Orientierung.
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