Mehr als Produktivität: Wie Führungskräfte mit KI echten ROI schaffen

Studie von Workday zeigt: Wir stehen an einem entscheidenden Punkt für Führungskräfte. Gelingt es Unternehmen, Arbeit neu zu gestalten und Produktivität in echten Geschäftserfolg sowie tiefere menschliche Verbundenheit zu übersetzen?

Studie Jenseits der Produktivität. Echter Wert von KI

Während sich globale Führungskräfte 2026 beim World Economic Forum in Davos unter dem Leitmotiv „A Spirit of Dialogue“ versammeln, verschiebt sich der Fokus der Debatte. Weg von der Frage, was KI theoretisch leisten kann, hin zu der entscheidenden Frage, welchen konkreten Wert sie in Organisationen tatsächlich schafft.

Bei Workday haben wir kürzlich Tausende von Fachkräften weltweit gefragt, wie KI heute realen ROI erzeugt und wie sie den Arbeitsalltag tatsächlich verändert. Die Ergebnisse zeigen beides zugleich. Eine enorme Dynamik. Und eine große, bislang ungenutzte Chance.

Die zentrale Erkenntnis unserer Studie: 85 Prozent der Beschäftigten sagen, dass KI ihnen bereits hilft, Zeit zu sparen. Gleichzeitig fließen jedoch rund 40 Prozent dieser gewonnenen Zeit in das Prüfen, Korrigieren und Nachbearbeiten von KI-Ergebnissen.

Fast zwei Wochen Arbeitszeit pro Mitarbeitenden und Jahr gehen allein für das Prüfen und Nacharbeiten von KI-Ergebnissen verloren.

Die entscheidende Frage geht darüber hinaus, ob KI Produktivität steigern kann. Sie lautet, ob Führungskräfte bereit sind, Arbeit so neu zu gestalten, dass Produktivität zu echtem Geschäftserfolg wird und zu tieferer menschlicher Verbundenheit führt.

Die ROI-Chance: Von Effizienz zu Wirkung

Unsere aktuelle Studie „Beyond Productivity: Measuring the Real Value of AI“ zeigt klar: Wir haben einen Wendepunkt erreicht.

KI tut genau das, was wir von ihr verlangt haben. Sie hilft dabei, Aufgaben schneller zu erledigen. Doch Geschwindigkeit allein schafft noch keinen Wert. Entscheidend ist, was mit der gewonnenen Zeit tatsächlich geschieht.

Aktuell sagen nur 14 Prozent der Beschäftigten, dass sie durch den Einsatz von KI verlässlich zu klaren, positiven Ergebnissen kommen. Das liegt nicht daran, dass die Technologie versagt. Sondern daran, dass viele Unternehmen noch im Einführungsmodus verharren. Nicht im Transformationsmodus.

Wie Aashna Kircher, Group General Manager bei Workday, es formuliert:

„Einzelne Aufgaben werden schneller. Doch die Ergebnisse auf Organisationsebene verbessern sich nicht im gleichen Tempo. Statt Menschen Freiräume für sinnvollere Arbeit zu eröffnen, fließt überraschend viel Zeit zurück in Nacharbeit, Kontrolle und Erschöpfung.“

Diese Lücke zwischen Aufwand und Wirkung ist das eigentliche ROI-Problem. Und genau hier liegt die Chance für Führungskräfte. Ihre Organisationen konsequent für das KI-Zeitalter neu aufzustellen.
Das ist keine Zuspitzung. Unsere Forschung belegt es.

Derzeit sagen nur 14 Prozent der Beschäftigten, dass sie mit KI dauerhaft zu klaren, positiven Ergebnissen kommen.

Besonders deutlich zeigt sich das bei den sogenannten „Low-Return Optimists“.
Das sind intensive KI-Nutzende, die an die Technologie glauben und sie täglich einsetzen. Eigentlich müssten sie die größten Produktivitätsgewinne im Unternehmen erzielen. Doch 77 Prozent von ihnen sagen, dass sie KI-Ergebnisse nach wie vor genauso sorgfältig prüfen müssen wie menschliche Arbeit.

Das heißt: Ein erheblicher Teil der von KI versprochenen Zeitersparnis verpufft im Prüfen, Korrigieren und Zweifeln.

Und genau hier liegt die oft übersehene Chance. Wenn Führungskräfte Produktivität, Verantwortung und das Zusammenspiel von Mensch und Maschine neu denken, wird Prüfzeit zu Innovationszeit.

Genau an diesem Punkt wird Effizienz zu Wachstum. Und KI beginnt, echten ROI zu liefern. Nicht nur schneller gesetzte Häkchen auf Aufgabenlisten.

Die KI-fähige Belegschaft befähigen

Wie Angelique De Vries, President EMEA bei Workday, betont:

„Produktivität allein sichert keinen Wohlstand.“

Um echten ROI zu erzielen, müssen wir uns von der Vorstellung verabschieden, Technologie löse Produktivitätsprobleme von selbst. Das ist kein Softwareproblem. Es ist ein Menschen- und Betriebsmodellproblem.

Aashna Kircher rät deshalb, den Fokus auf den geschaffenen Wert zu legen. Nicht nur auf eingesparte Stunden. Denn:

„Die entscheidende Frage ist nicht, was KI kann, sondern wer Menschen in einer KI-geprägten Welt werden sollen.“

Und genau hier setzen die Daten von Workday an. Sie zeigen klar, wo Führungskräfte ansetzen müssen:

1. Rollen aktualisieren

In 89 Prozent der Organisationen wurden weniger als die Hälfte der Rollen an KI-Fähigkeiten angepasst. Mitarbeitende werden also weiterhin geführt, als hätte sich Arbeit nicht grundlegend verändert.

Die Chance liegt im Übergang von starren Strukturen zu Organisationen, die auf Zusammenarbeit und Verbindung setzen. KI übernimmt Routinetätigkeiten. Menschen konzentrieren sich auf das, was zählt: Mehrwert für Kundinnen und Kunden.

2. Die Qualifikationslücke schließen

Während 39 Prozent der Führungskräfte ihre Technologieausgaben erhöht haben, steigerten nur 30 Prozent ihre Investitionen in die Entwicklung der Belegschaft.

Echter ROI entsteht dort, wo Technologie- und People-Strategie gemeinsam voranschreiten.

3. KI-Vorreiter stärken

Beschäftigte im Alter von 25 bis 34 Jahren sind die aktivsten KI-Nutzenden. Gleichzeitig tragen sie 46 Prozent der Nacharbeitslast.

Mit klaren Leitplanken, aktualisierten Rollen und gezielter Weiterbildung kann genau diese Nacharbeit in Kreativität, Innovation und Führungskraft umschlagen.

Die Davos-Direktive: Arbeit neu gestalten – für mehr Verbindung

Im Zeitalter der KI wird Führung zum entscheidenden menschlichen Vorteil.

KI kann Zeitpläne optimieren.
KI kann Daten zusammenfassen.
KI kann sogar nächste Schritte vorschlagen.

Aber sie kann kein Vertrauen aufbauen.
Sie kann keine Konflikte lösen.
Und sie kann nicht die gemeinsame Überzeugung schaffen, die Teams wirklich zusammenbringt.

Genau darin liegt das eigentliche Paradoxon der KI. Je mehr wir Routinetätigkeiten automatisieren, desto stärker sind wir auf menschliche Verbindung, Urteilsvermögen und Zusammenarbeit angewiesen.

Wenn sich Führungskräfte beim World Economic Forum in Davos unter dem Leitmotiv „Spirit of Dialogue“ versammeln, wird die Chance klar sichtbar. KI kann helfen, das Grundrauschen zu reduzieren – damit Menschen das tun können, was nur Menschen können: denken, gestalten, verbinden, gemeinsam handeln und entscheiden, was wirklich zählt.

Die Gewinner im KI-Zeitalter werden nicht die Unternehmen mit den meisten Algorithmen sein.
Sondern jene, die KI nutzen, um das menschliche Potenzial am konsequentesten freizusetzen.

Dieser Artikel kratzt nur an der Oberfläche. Der vollständige Beyond-Productivity-Report zeigt detailliert, wo KI tatsächlich Wert schafft – und wo sie ihn unbemerkt zerstört. Aufgeschlüsselt nach:

  • Regionen und Branchen

  • Führungsebene vs. operativer Alltag

  • Hochleistungsorganisationen vs. Organisationen mit Reibungsverlusten

Wer wissen will, wo im eigenen Unternehmen heute ROI liegen bleibt, findet hier die entscheidende Orientierung.

Jetzt die ganze Studie lesen.

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