Globale Studie: IT-Führungskräfte verraten die wichtigsten Ziele und Herausforderungen der digitalen Beschleunigung

Unsere Studie zeigt, wie IT-Führungskräfte und Unternehmen aller Größen selbst in Zeiten der Pandemie digitales Umsatzwachstum stemmen und Resilienz entwickeln.

Image placeholder

Die Ungewissheit des Jahres 2020 und die schwierige Erholung im Jahr 2021 offenbarten, wie wichtig sichere digitale Einnahmequellen sind. Der CIO stellt nun an zentraler Stelle sicher, dass das Unternehmen über geeignete digitale Funktionen verfügt.

„Unternehmensweite Agilität: Roadmap für die digitale Beschleunigung” ist eine globale Studie, basierend auf einer Umfrage, an der 1.024 Führungskräfte auf Vorstandsebene und ihnen direkt unterstellte Mitarbeiter aus 14 Ländern und 12 Branchen teilnahmen. Aus der Studie geht hervor, dass Führungskräfte im Bereich IT und Operations durch den Fokus auf Daten, Prozessen und Produktivität unternehmensweite Agilität und digitale Beschleunigung voranbringen. Diese Führungskräfte teilen die Einschätzung vieler CEOs, dass der einfache Zugriff auf Daten die Produktivität steigert, während in den Bereichen Finanzwesen und HR vor allem die Entscheidungsprozesse verbessert werden.

Das Tempo der digitalen Transformation wird maßgeblich vom CIO bestimmt.

Unabhängig von Branchen und Rollen waren die vier wichtigsten Ergebnisse:

  • Digitale Umsatzquellen dominieren (und gewinnen rasch an Bedeutung): Inzwischen geht mehr als ein Drittel der Befragten davon aus, dass sie innerhalb der nächsten drei Jahre mindestens 75 % ihres Umsatzes mit digitalen Angeboten erzielen werden – das sind dreimal so viel Unternehmen wie bei der 2019 durchgeführten Umfrage.

  • Smarte Technologie fördert digitales Wachstum: Bei Unternehmen, die künstliche Intelligenz (KI), Machine Learning (ML) und robotergesteuerte Prozessautomatisierung (RPA) einsetzen, sind hohe digitale Umsätze doppelt so wahrscheinlich wie bei denen, die in diesen Bereichen keine oder nur geringe Fortschritte erzielt haben.

  • Technologie lässt sich leichter ändern als Denkweisen und Gewohnheiten: Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen (56 %) verfügt eigenen Angaben zufolge über die geeignete Technologie, um ihre Digitalisierungsziele zu erreichen. Doch nur 16 % sind der Ansicht, dass dies auch für ihre Unternehmenskultur zutrifft. Der Einsatz neuer Technologie zur Optimierung von Workflows und zur Unterstützung der Mitarbeiter bei ihren täglichen Aufgaben ist entscheidend, um den ROI technologischer Investitionen zu steigern.

  • Agilität erhöht die Resilienz: Ein Drittel der Führungskräfte ist der Meinung, ein schnelleres digitales Wachstum stärke die Resilienz des Unternehmens. So waren Unternehmen, die schnell auf die Pandemie reagierten, in der Regel agiler aufgestellt, etwa beim nahtlosen Zugriff auf Daten oder bei der funktionsübergreifenden Zusammenarbeit.

Der Umfrage zufolge legen Führungskräfte im Bereich IT und Operations großen Wert darauf, dass ihr Unternehmen eine Umgebung mit technologischer Expertise wird. IT-Führungskräfte sind sich ihrer leitenden Rolle in diesem Bereich bewusst. Die wertvollsten IT-Kenntnisse liegen in den Bereichen smarte Technologien (33 %) sowie fortschrittliche Analysen und Datenvisualisierung (30 %). Die Bereitstellung leicht zugänglicher Daten setzt technische Kompetenzen des IT- und Operations-Teams voraus. In Unternehmen mit uneingeschränktem Datenzugriff wird diese Funktion in den Bereichen Cybersicherheit, Datenschutz und Compliance erfüllt.

Auf den Einsatz der richtigen Technologie kommt es an

Die Panik, die sich in einem großen Teil der Geschäftswelt 2020 verbreitete, förderte unter Führungskräften im Bereich IT und Operations die Erkenntnis, dass sichere digitale Einnahmequellen entscheidend sind. Inzwischen gehen 36 % der Unternehmen davon aus, dass innerhalb der nächsten drei Jahre 75 % bis 100 % ihres Umsatzes mit digitalen Angeboten erzielt werden. Das sind dreimal so viele Unternehmen wie 2019.

CIOs, COOs und andere IT- und Operations-Führungskräfte spielen bei der Planung und Umsetzung der richtigen Technologien eine wichtige Rolle. Ohne entsprechende Kenntnisse, Erfahrung und Kompetenzen wäre es nicht möglich, digitale Einnahmequellen zu sichern und auszubauen. Führungskräfte im Bereich IT und Operations kommen ferner zu dem Schluss, dass die Integration umsatzbasierter Entscheidungen in ihre Technologiestrategie die Gewinnmargen und Effizienz des Unternehmens verbessern kann. 

Für eine dauerhafte Sicherung von digitalen Einnahmequellen ist es nach Meinung von 30 % aller Befragten notwendig, in Technologie zu investieren, um die Mitarbeiter zu stärken und so die Resilienz für künftige Krisen zu gewährleisten. 

Befragung offenbart Widerstand gegen digitalen Wandel

Auf die Frage, welche Funktionen für reibungslose digitale Transformationsprozesse sorgen, verweisen 45 % der IT- und Operations-Führungskräfte insbesondere auf Cybersicherheit, Datenschutz und/oder Compliance-Richtlinien. Interessanterweise hielten nur 16 % dieser Führungskräfte ihre Unternehmenskultur für den Bereich, der am besten mit den Zielen für den digitalen Wandel ihres Unternehmens abgestimmt ist. Die Zahlen lassen auf eine anhaltende Zurückhaltung gegenüber der digitalen Welt schließen, obwohl die Notwendigkeit eines stärkeren Engagements in dieser Richtung ganz offensichtlich ist. 

Angesichts nicht vorhersehbarer Krisen wird der Einsatz smarter Technologien zur Förderung der Resilienz und Anpassungsfähigkeit unumgänglich, zumal sie dazu beitragen werden, die digitalen Umsätze nach der Krise zu beschleunigen. CIOs mit einer starken Technologievision, die sich für den Mehrwert von Technologie für das Unternehmen einsetzen und nicht nur die Logistik bereitstellen, werden dazu beitragen, dass das Unternehmen hervorragende Ergebnisse erzielen wird.

Vorreiterrolle bei neuen Technologien und Kompetenzen

Das digitale Wachstum setzt digitale Kompetenzen voraus. Fast 80 % der befragten Führungskräfte bestätigen, dass der Zugriff auf relevante Daten die Entscheidungsfindung auf allen Ebenen vorantreibt. Um diese Daten zu nutzen, können Unternehmen Funktionen wie kontinuierliche Planung und agile Kennzahlen in tägliche Arbeitsabläufe integrieren. CIOs können eine Vorreiterrolle spielen bei der Auswahl von Lösungen, die allen Beteiligten die richtigen Erkenntnisse zur richtigen Zeit liefern. 

Erfreulich für CIOs ist, dass unter allen Befragten die meisten die IT-Abteilung für den Bereich halten, der am besten die Ziele der digitalen Beschleunigung berücksichtigt. Dagegen gilt bei den meisten Befragten die Unternehmenskultur als der Bereich, der in der digitalen Transformation am meisten aufzuholen hat. Obwohl die IT-Abteilung in der Regel nicht für Unternehmenskultur zuständig ist, deuten die Umfrageergebnisse auf die verbreitete Meinung hin, dass die digitale Transformation eine Sache der Technologie sei. Dabei muss sie in Wirklichkeit unternehmensweit umgesetzt werden. 

Zur Bewältigung dieser Herausforderung können CIOs nach Möglichkeiten suchen, Veränderungen in der Unternehmenskultur anzuregen. So berichteten die von uns befragten IT- und Operations-Führungskräfte zum Beispiel, dass eine übermäßige Abhängigkeit der IT zu den Hindernissen für den rechtzeitigen und zuverlässigen Zugriff auf Selfservice-Daten gehört. Digital versierte Technologieführungskräfte bemühen sich ihrerseits um die Demokratisierung von Daten in ihren Abteilungen. 

Und wie können digital nicht versierte Mitarbeiter ermutigt werden, Technologie selbstständig zu nutzen? IT- und Operations-Teams weisen darauf hin, dass der Zugriff auf Daten für die kontinuierliche Planung unverzichtbar ist. Über die Hälfte (56 %) der befragten IT- und Operations-Führungskräfte empfehlen eine Kombination aus sauberen, genauen und zuverlässigen Daten sowie Kompetenzen in der Datenanalyse (54 %) als Schlüssel zur Agilität.

Agilität erhöht die Resilienz

Die weltweiten Perspektiven haben sich während des Jahres 2020 kontinuierlich verändert. Unternehmen sahen sich daher wiederholt zu raschem Handeln gezwungen. Trotzdem machen nur 43 % der befragten Unternehmen von kontinuierlicher Planung Gebrauch. Von diesen Unternehmen benötigen eigenen Angaben zufolge nur 50 % den Datenzugriff in Echtzeit. Nach Einschätzung von Führungskräften im Bereich IT und Operations sind Daten, Prozesse und Produktivität die Schlüssel zu skalierbarer Agilität, während für Finanz- und HR-Führungskräfte die Entscheidungsfindung an erster Stelle steht. 

Olli Hyyppä, CIO von NXP Semiconductors, bringt dies folgendermaßen zum Ausdruck: „Dies sind unsere ersten Schritte in der vorausschauenden Analyse, bei der wir untersuchen, was wahrscheinlich passieren wird, und dann prüfen, ob wir etwas verhindern können. Ein Umdenken ist erforderlich, da wir bisher nur reaktiv gehandelt haben.“

Die Nutzung der digitalen Möglichkeiten führt zu einer flexibleren Ausrichtung der Kennzahlen und Ziele von Unternehmen und stärkt die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter. Die CIOs spielen eine zentrale Rolle in der unternehmensweiten Agilität – von den Befragten halten 53 % sehr viel von stark integrierten Systemen, da sie agile Messmethoden begünstigen.

Interessanterweise stimmen Führungskräfte im Bereich IT und Operations deutlich seltener der Aussage zu, dass der Zugriff auf relevante Daten die Entscheidungsfindung auf allen Ebenen vorantreibe. Während fast 90 % der CEOs der Ansicht sind, dass der Datenzugriff den Entscheidungsprozess begünstigt, teilen nur 76 % der CIOs und COOs diese Einschätzung. So ist es durchaus möglich, dass IT- und Operations-Führungskräften genauere Erkenntnisse darüber vorliegen, wie Daten durch Mitarbeiter genutzt werden und welche Probleme dabei auftreten. Ihre Perspektiven sollten die Diskussionen über eine datenorientierte Unternehmenskultur bestimmen. 

CIOs als Wegweiser der digitalen Weltwirtschaft

Das Tempo der digitalen Transformation wird maßgeblich vom CIO bestimmt. Die realistische Einschätzung von Technologieführungskräften zur IT-Funktion innerhalb eines Unternehmens ist die, dass CIOs Innovationskraft und Agilität beweisen und durch gezielten Einsatz smarter Technologien digitale Umsätze steigern. Wer kontinuierlich plant, datengestützte Entscheidungen trifft und sich auf die Anpassungsfähigkeit konzentriert, bringt die besten Voraussetzungen mit, sein Unternehmen auf die digitale Zukunft vorzubereiten.

Lesen Sie hier den Rest der Studie (hier zum Download verfügbar) und erfahren Sie, inwieweit Unternehmen auf ihre CIOs angewiesen sind, um das digitale Wachstum zu beschleunigen und die Agilität in einer im stetigen Wandel begriffenen Welt zu fördern.

Weiteres Lesematerial