Zielorientierte Budgetierung: Eine intelligente HRIS-Auswahl treffen
Mit dem richtigen HRIS investieren Sie in die Funktionsweise und das Wachstum Ihrer Organisation sowie in die langfristige Unterstützung Ihrer Mitarbeiter. Das bedeutet, dass die Kosten nicht isoliert betrachtet werden sollten. Es sollte unmittelbar mit den konkreten Vorteilen Ihrer Lösung verknüpft sein: eingesparte Zeit, reduzierte Fehlerquoten, wertvolle Erkenntnisse und verbesserte Mitarbeiterbindung. Hier sind fünf Schlüsselbereiche, die Sie bei der Budget-Planung für ein HRIS berücksichtigen sollten.
1. Software-Preismodelle
Bezahlen Sie pro Mitarbeiter, pro Modul oder nutzen Sie ein Abonnement? Die Preisstrukturen sind sehr unterschiedlich, und für eine langfristige Planung ist es entscheidend zu verstehen, wie sich Ihre Kosten mit der Mitarbeiterzahl entwickeln. Fragen Sie sich: Ist das Preismodell mit unseren Wachstumszielen kompatibel?
2. Implementierung und Setup
Benötigt Ihr Team Unterstützung bei Datenmigration, Systemkonfiguration oder Drittanbieter-Integrationen? Implementierungskosten können eine einmalige Investition sein oder sich als wiederkehrende Belastung erweisen, wenn der Umfang nicht korrekt ermittelt wurde. Fragen Sie sich: Wie lange dauert die Implementierung und wer muss daran beteiligt sein?
3. Support und Produkt-Updates
Einige Anbieter berechnen zusätzliche Gebühren für den Live-Support oder schränken den Zugang je nach gewähltem Plan ein. Andere bieten Support und Produktverbesserungen im Rahmen der Lizenz an. Fragen Sie sich: Wie steht es um die Qualität und Verfügbarkeit des Supports, und sind Updates inbegriffen?
4. Training und Enablement
Wie effektiv Ihr HRIS in der Praxis ist, steht in unmittelbarem Zusammenhang mit den Fähigkeiten Ihres Teams bei der Systemnutzung. Suchen Sie nach Anbietern, die Anleitungen zum Onboarding-Prozess, Wissensdatenbanken oder sogar Zertifizierungen für Administratoren anbieten. Fragen Sie sich: Wie können wir HR und Endbenutzer schnell und effektiv einarbeiten?
5. Integrationsmöglichkeiten
Ihr HRIS sollte sich nahtlos in Ihre bestehende Technologielandschaft integrieren, nicht isoliert daneben existieren. Ob Entgeltabrechnung, Finanzen oder IT-Lösungen, Integration spielt eine zentrale Rolle. Fragen Sie sich: Lässt sich diese Lösung nahtlos in unsere vorhandenen Lösungen einbinden oder benötigen wir Behelfslösungen?
Häufige Fehler und wie Sie sie vermeiden
Die Implementierung des passenden HRIS kann ein Gamechanger für Ihre Organisation sein – oder zu einem teuren Rückschlag werden, wenn die Auswahl übereilt oder ohne klare Strategie erfolgt. Kritische Faktoren werden von Unternehmen oft zugunsten von preislichen Aspekten oder ansprechenden Funktionen vernachlässigt, was anschließend zu Schwierigkeiten bei Akzeptanz, Integration oder Skalierung führt. Wenn Sie diese gängigen Fallstricke vermeiden, sparen Sie bei der Expansion Ihres Unternehmens Zeit, Geld und Nerven.
Auswahl allein nach dem Preis: Kostengünstige Lösungen vernachlässigen oft grundlegenden Support, robuste Sicherheit und Upgrade-Möglichkeiten – ein Sparansatz, der langfristig teurer wird.
Zu viele Funktionen: Die Investition in eine Enterprise-Lösung, deren Funktionsumfang von Ihrem Team nicht vollständig genutzt werden kann, resultiert in Ineffizienz, Komplexität und Motivationsverlust.
Vernachlässigung des Integrationsbedarfs: Wenn Ihr HRIS nicht in Tools für Entgeltabrechnung, Finanzen oder Zusatzleistungen eingebunden ist, stehen Sie weiterhin vor denselben Herausforderungen hinsichtlich manueller Dateneingaben.
Unterschätzen des Change Management-Aufwands: Auch die brillantesten Lösungen bleiben ineffektiv, wenn die Mitarbeiter nicht entsprechend geschult oder auf die Einführung vorbereitet werden, um die Akzeptanz zu sichern.
Die besten HRIS-Entscheidungen resultieren aus einem klaren Verständnis Ihrer aktuellen Anforderungen, Ihrer Implementierungskapazitäten und der Art und Weise, wie Ihr Team mit der Lösung interagieren wird. Mit der Umgehung dieser Risiken sorgen Sie dafür, dass Ihre Investition echten Mehrwert schafft, statt Ihre IT-Landschaft unnötig komplex zu gestalten.