Die Entwicklung der Workforce Week und ihre aktuelle Bedeutung

In diesen schwierigen Zeiten treten soziale Ungleichheiten besonders deutlich zutage und in der Arbeitswelt zeigt sich eine eklatante Chancenungleichheit. Erfahren Sie, wie Programme wie die Workforce Week dazu beitragen, diese Missstände zu beheben.

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Seit fünf Jahren setzen sich die Mitarbeiter von Workday – unsere Workmates – im Rahmen der jährlichen Workforce Week™ für einen guten Zweck ein. Grundsätzlich geht es bei diesem Programm darum, talentierten Arbeitssuchenden gemeinsam bei der Suche nach einer sinnstiftenden Karriere mit existenzsichernder Vergütung zu helfen. 

Doch aus verschiedenen Gründen ist in diesem Jahr alles anders.

Zum ersten Mal veranstalten wir in Partnerschaft mit anderen Unternehmen im Technologiesektor –Salesforce, LinkedIn, Okta und DocuSign – virtuelle Workshops zur Karriereförderung rund um den Globus. Damit tritt die Workforce Week in eine neue Entwicklungsphase ein. Alles begann mit einem einwöchigen Karriereentwicklungsprogramm für Arbeitssuchende in unserer Zentrale in Kalifornien, das im Laufe der Zeit wochenlange Aktionen an unseren Standorten in aller Welt nach sich zog. Da wir unser Ziel und unsere Vision, Chancengleichheit für alle zu schaffen, mit anderen Unternehmen im Technologiesektor teilen, erschien es uns nur sinnvoll, die Gemeinschaften, in denen wir leben und arbeiten, mit vereinten Kräften zu unterstützen. 

Dass dieses Jahr alles anders ist, liegt jedoch auch an den aktuellen globalen Geschehnissen. So viel ist sicher: Die COVID-19-Pandemie hat nicht nur soziale Ungleichheiten zutage gefördert, sondern auch gezeigt, dass Minderheiten unverhältnismäßig stark unter ihren Folgen leiden. Die Zahl der Arbeitnehmer, die in den letzten Monaten ihre Stelle verloren haben, ist ein unmittelbarer Indikator für diesen Umstand. Und obgleich alles mit der anhaltenden Pandemie seinen Anfang nahm, folgten zahlreiche Vorfälle rassistisch motivierter Diskriminierung, die im sinnlosen Tod schwarzer Menschen gipfelten und allerorts bürgerliche Unruhen nach sich zogen. Für sich genommen sind alle diese Entwicklungen erschreckend, doch sie rücken auch einige altbekannte Probleme stärker in den Fokus: weit verbreiteter Rassismus, soziale Ungleichbehandlung und fehlende Chancengleichheit in der Arbeitswelt.  

Wie jeder weiß, gibt es Talente überall, Chancen jedoch nicht. Die ethnische Zugehörigkeit und die soziale Herkunft eines Menschen entscheiden oft maßgeblich über seinen künftigen Wohlstand. Dabei werden Talente in allen Familien und Gemeinschaften geboren und aufgezogen. Mit den Tätigkeiten der Workforce Week möchten wir unseren Mitmenschen helfen, eine dauerhafte Beschäftigung zu finden – unabhängig davon, wo sie leben.

Veranstaltungen im Rahmen der Workforce Week helfen Arbeitssuchenden beim Aufbau von Sozialkapital – einem Netzwerk aus beruflichen Beziehungen, das bei der Jobsuche eine tragende Rolle spielt, vielen Menschen jedoch aufgrund ihrer Lebenserfahrungen, ihrer Herkunft und ihres Lebenslaufs verwehrt bleibt. Der Aufbau von Sozialkapital hat sich für Arbeitssuchende, die ihrem Beruf mit Leidenschaft und Interesse nachgehen, immer wieder als Schlüsselfaktor bei der Suche nach einer Festanstellung erwiesen. Durch die ehrenamtliche Teilnahme an Veranstaltungen der Workforce Week können Mitarbeiter aus der Tech-Branche das private und berufliche Leben ihrer Mitmenschen positiv beeinflussen – ob sie nun ein Testvorstellungsgespräch führen, einen Lebenslauf prüfen oder offen und ehrlich über Karriere sprechen.

In einer globalen Pandemie, in der Millionen von Stellen gestrichen werden, kann das Sozialkapital einer Person den Ausschlag geben, ob ihr Einstieg oder ihre Rückkehr in die Berufswelt gelingt. 

Zusammenarbeit mit Innovatoren

Wenn Akteure der Technologiebranche für eines bekannt sind, dann ist es ihre Fähigkeit, innovativ zu sein, Probleme zu lösen und agil zu handeln. Auch wissen wir, dass viele Unternehmen wie wir ihre Mission darin sehen, Chancen für alle zu schaffen. 

Hunderte von Workday-Mitarbeitern in aller Welt haben 2020 bereits mehr als 700 Stunden ehrenamtliche Arbeit in Veranstaltungen der Workforce Week investiert. Sie haben ihr Zeit, ihr Know-how und ihre Ressourcen eingesetzt, um Arbeitssuchenden zu helfen, sich auf eine Karriere vorzubereiten, die ihr Leben verändern könnte. Zusammen mit unseren Partnern aus der Technologiebranche ist es uns gelungen, Workforce Week-Aktionen in Städten wie Chicago, Dublin, London, New York und Paris zu veranstalten. Auch haben wir weltweit Partnerschaften mit über 40 Non-Profit-Organisationen für Personalentwicklung geschlossen. 

Wir sind stolz darauf, dass ein Workday-eigenes Programm diese Größe erreicht hat und so vielen Arbeitssuchenden wie möglich hilft. Es hat sich als skalierbares, nachhaltiges Programm bewährt, das verspricht, noch größer und kollaborativer zu werden.

Wir haben Workforce Week Toolkits zusammengestellt, die kostenlos zum Download verfügbar sind. Damit kann jedes Unternehmen und jeder Einzelne einen Beitrag zu unserer Mission leisten, Chancen für alle zu schaffen.

Warum Umschulungen der Schlüssel sind

Im Hinblick auf neue Arbeitsmethoden und den Erwerb neuer zukunftsorientierter Kompetenzen zeigt sich eine wachsende Nachfrage nach Karrierepfaden in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technologie (MINT). Infolge der Corona-Krise müssen Millionen von Arbeitnehmern weltweit beruflich umsatteln, da ihre Qualifikationen in der neuen Realität nicht mehr gebraucht werden. Hier kommen Umschulungen ins Spiel. 

Im Rahmen der Workforce Week arbeiten wir mit Non-Profit-Organisationen wie Year Up, JVS, JobTrain und Per Scholas zusammen, deren Ziel es ist, traditionell benachteiligten Gruppen Chancengleichheit bei der Arbeitssuche zu bieten. Viele Arbeitssuchende, die das Angebot dieser Organisationen nutzen, möchten beruflich eine neue Richtung einschlagen und suchen nach Möglichkeiten, stark nachgefragte Kompetenzen im IT-Bereich zu erwerben, die ihnen dauerhafte Karrieremöglichkeiten eröffnen. So ist zu beobachten, dass viele hochmotivierte Arbeitnehmer in die wissensbasierte Wirtschaft strömen. Mit Programmen wie der Workforce Week können wir sie auf die nächste Phase ihrer Karriere vorbereiten. 

Wegen der COVID-19-Pandemie fand die diesjährige Workforce Week im virtuellen Raum statt, wo sich Arbeitssuchende über ihre Möglichkeiten in der Welt der Remote-Arbeit informieren konnten. Immer mehr Unternehmen setzen auf Remote-Arbeit (insbesondere im Technologiesektor), wodurch virtuelle Interviews, Lebenslaufsichtungen usw. zunehmend zur Regel werden. Vor diesem Hintergrund half die virtuelle Workforce Week ihnen bei der Vorbereitung auf die neue Arbeitswelt, wenn sich die Wirtschaft erst erholt hat. 

Treten Sie der Opportunity Onramps-Bewegung bei

Nie war Chancengleichheit so wichtig wie heute. Mit folgenden Maßnahmen können wir alle auf dieses Ziel hinarbeiten: 

Ehrenamtliche Arbeit: Ihre Mitarbeiter dazu zu motivieren, ehrenamtlich an einer Veranstaltung nach dem Vorbild der Workforce Week mitzuwirken, ist nur eine Möglichkeit, sich derOpportunity Onramps-Bewegung anzuschließen. Wir haben Workforce Week Toolkits mit Programmentwürfen, Mitteilungen, Ressourcen und mehr zusammengestellt, die kostenlos zum Download verfügbar sind. Damit kann jedes Unternehmen und jeder Einzelne einen Beitrag zu unserer Mission leisten, Chancen für alle zu schaffen. 

Schauen Sie bei der Einstellung nicht nur auf die Abschlussnote. Vielen intelligenten, talentierten und motivierten Menschen mangelt es an den nötigen Mitteln, um den traditionellen Weg vom Gymnasium über die Hochschule zu einem gut bezahlten Arbeitsplatz mit Anfang 20 zu nehmen. Steuern Sie gegen – z. B. mit Opportunity Onramps-Initiativen wie unserem Partnerprogramm mit Year Up, unserem Returnship-Programm für die berufliche Wiedereingliederung nach der Elternzeit und unserem Career Accelerator-Programm zur Förderung von Diversität und Chancengleichheit in der Belegschaft. 

Es war ein schwieriges Jahr. Doch die einzige Möglichkeit, positive Veränderungen zu bewirken, besteht darin, unsere Kenntnisse, unsere Zeit und unsere Kreativität einzusetzen, um für Chancengleichheit in allen Lebensbereichen einzutreten. Damit tun wir nicht nur etwas Gutes. Wir tun das Richtige.

Erfahren Sie mehr über einige der Organisationen, die wir unterstützen, unsere Partnerschaft mit PGA Tour im Rahmen der dieswöchigen Workday Charity Open und wie Sie sich an dem Spendenaufruf beteiligen können.

Die Themen Personalentwicklung und Möglichkeiten für Unternehmen, Menschen, die durch COVID-19 ihre Stelle verloren haben, zu einer neuen Anstellung zu verhelfen, standen auch im Mittelpunkt der #wdaychats Ende Juli, präsentiert von Carrie Varoquiers auf LinkedIn Live. Zu Gast waren Ebony Beckwith, Chief Philanthropy Officer bei Salesforce und CEO der Salesforce Foundation, Gayatri Agnew, Senior Director of Opportunity bei Walmart, Lisa Countryman, CEO von JVS, und Maria Flynn, President und CEO von Jobs for the Future.

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